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NEUDEUTSCH auf der CIFF: Deutsches Design neu gedacht

Nacer BOUSFIHA12. August 20263 Min. Lesezeit
CIFFNEUDEUTSCHKopenhagenDeutsches DesignJulian Daynov

<p>Kopenhagen wird im August 2026 erneut zur Bühne für ein ungewöhnliches Experiment: Die Copenhagen International Fashion Fair (CIFF) öffnet ihre Tore für <strong>NEUDEUTSCH</strong>, ein kuratiertes Showcase, das deutsches Design fernab gängiger Klischees präsentiert. Verantwortlich für die Auswahl ist Julian Daynov, dessen Name inzwischen für eine neue, unternehmerisch geprägte Generation deutscher Kreativer steht.</p><h2>Ein zweiter Auftritt mit größeren Ambitionen</h2><p>Nach dem vielbeachteten Debüt im Sommer 2024 kehrt NEUDEUTSCH nun mit gesteigertem Anspruch nach Kopenhagen zurück. Das Format findet parallel zur ENTER ART FAIR statt und ist vom 27. bis 30. August 2026 im Lokomotivværkstedet zu sehen – einem industriellen Veranstaltungsort, der der Vielschichtigkeit der gezeigten Arbeiten einen passenden Rahmen gibt. Auf mehr als 1.000 Quadratmetern Fläche versammelt die Schau über 30 Talente aus Mode, Schmuckdesign, Innenarchitektur, Beauty, bildender Kunst und sogar dem Bereich Ernährung.</p><p>Diese interdisziplinäre Ausrichtung ist kein Zufall, sondern Programm. Julian Daynov beschreibt sein kuratorisches Anliegen so: „Was ich präsentiere, ist nicht nur eine Sammlung beeindruckender Werke, sondern ein Dialog zwischen mehreren kulturellen Einflüssen und einer neuen Generation von Kreativen, die deutsches Design neu definieren.“ Damit positioniert er NEUDEUTSCH bewusst als Gegenentwurf zum traditionellen Bild deutscher Gestaltung, das lange von Funktionalität und Zurückhaltung geprägt war.</p><h2>Deutsches Design abseits des Utilitarismus</h2><p>Die Ausstellung tritt explizit gegen das Klischee an, deutsches Design sei rein zweckorientiert. Stattdessen zeigt NEUDEUTSCH eine Bandbreite an Ausdrucksformen, die kulturelle Vielfalt und experimentelle Ansätze in den Vordergrund stellt. Jedes gezeigte Werk soll dabei helfen, ein differenzierteres Bild deutscher Kreativwirtschaft in Nordeuropa zu vermitteln – ein Anliegen, das angesichts der wachsenden internationalen Vernetzung der Modebranche zunehmend Gewicht bekommt.</p><h3>CIFF als Bühne für internationalen Dialog</h3><p>Die Copenhagen International Fashion Fair selbst hat sich seit ihrer Gründung 1993 von einer klassischen Fachmesse zu einem Treffpunkt für Kreativität und Kommerz entwickelt. Mittlerweile zieht die Veranstaltung mehr als 1.000 Marken und 17.000 Besucherinnen und Besucher pro Saison an und zählt zu den wichtigsten Terminen im nordeuropäischen Modekalender.</p><p>Vor diesem Hintergrund erklärt CIFF-Geschäftsführung Sofie Dolva die Bedeutung der Zusammenarbeit mit NEUDEUTSCH: „Deutschland ist einer unserer wichtigsten Märkte. Unsere Zusammenarbeit mit Julian Daynov und NEUDEUTSCH verkörpert den innovativen Geist Kopenhagens und bereitet die Bühne für einen globalen Design-Dialog.“ Diese Aussage unterstreicht, dass es bei NEUDEUTSCH nicht nur um eine Nischenveranstaltung geht, sondern um eine strategische Positionierung deutscher Kreativschaffender auf einer international sichtbaren Plattform.</p><h2>Kreativität als Wirtschaftsfaktor</h2><p>Für die deutsche Kreativwirtschaft ist ein solches Format mehr als nur eine Ausstellungsmöglichkeit. Es bietet Nachwuchstalenten aus Mode, Schmuck, Interior und angrenzenden Bereichen die Chance, sich einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren – jenseits der etablierten Messeformate in Deutschland. Die thematische Öffnung hin zu Kunst, Beauty und Lifestyle zeigt zudem, wie stark sich die Grenzen zwischen einzelnen Kreativbranchen inzwischen verwischen. NEUDEUTSCH fungiert damit als eine Art Labor für neue Kooperationsformen zwischen Design, Kunst und Handel.</p><h3>Ausblick: Deutsches Design im europäischen Wettbewerb</h3><p>Mit der zweiten Ausgabe von NEUDEUTSCH auf der CIFF wird deutlich, dass sich das Format als feste Größe im europäischen Ausstellungskalender etablieren könnte. Die Kombination aus etablierter Messeinfrastruktur und kuratierter Präsentation neuer Talente dürfte auch künftig Aufmerksamkeit auf sich ziehen – sowohl bei Fachbesucherinnen und -besuchern als auch bei internationalen Medien. Für Deutschlands Kreativwirtschaft bietet sich damit eine seltene Gelegenheit, das eigene Image aktiv mitzugestalten und sich als vielschichtiger, innovativer Standort zu präsentieren, der weit über das gewohnte Bild von Funktionalität hinausgeht.</p>