Messe Frankfurt plant Betrieb neuer Multifunktionsarena
<p>Die Messe Frankfurt sorgt gleich auf zwei Ebenen für Schlagzeilen: Zum einen möchte sie sich als Betreiberin der geplanten Multifunktionsarena am Waldstadion bewerben, zum anderen treibt der Global Player seine internationale Expansion mit zahlreichen neuen Veranstaltungsformaten voran. Beide Entwicklungen zeigen, wie sich der Messeplatz Frankfurt strategisch für die Zukunft aufstellt.</p>
<h2>Bewerbung um die Multifunktionsarena am Waldstadion</h2> <p>Wie die <strong>FAZ</strong> berichtet, will sich die Messe Frankfurt als Betreiberin der geplanten Multifunktionsarena am Waldstadion bewerben. Eine Konkurrenz zur eigenen Festhalle fürchtet das Unternehmen dabei nicht – im Gegenteil: Beide Locations sollen sich künftig ergänzen und unterschiedliche Veranstaltungsformate abdecken.</p> <p>Die politischen Weichen für das Großprojekt wurden bereits im vergangenen Jahr gestellt. Die Frankfurter Stadtverordneten stimmten am 27. Februar 2025 für den Bau der Multifunktionsarena. Der Baubeginn ist für 2026 vorgesehen. Aktuell laufen die konzeptionellen, technischen und funktionalen Vorbereitungen: Ziel ist es, eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die weiteren Planungsschritte zu schaffen. Die entsprechenden Leistungen sollen im Juli 2026 vergeben werden.</p> <h3>Ergänzung statt Konkurrenz zur Festhalle</h3> <p>Für die Messe Frankfurt ergibt sich aus dem Engagement die Chance, ihr Portfolio an Veranstaltungsflächen strategisch zu erweitern. Die neue Arena könnte künftig Formate aufnehmen, die in der traditionsreichen Festhalle aus Kapazitäts- oder Konzeptgründen nicht realisierbar sind – etwa größere Sport- und Entertainment-Events. Damit positioniert sich der Messeplatz Frankfurt als multifunktionaler Standort mit einem breiten Spektrum an Nutzungsmöglichkeiten.</p>
<h2>Internationale Expansionsstrategie nimmt Fahrt auf</h2> <p>Parallel zum Engagement in Frankfurt treibt die Messe Frankfurt ihre globale Wachstumsstrategie konsequent voran. Mit der <strong>Intelligent Building Expo 2026</strong> organisiert das Unternehmen erstmals eine technische Fachmesse in Usbekistan. Die neue Veranstaltung findet vom 20. bis 22. Mai 2026 in Taschkent statt und deckt Themenfelder wie Heizung, Lüftung, Klimatechnik, Wasserversorgung, Beleuchtung, Gebäudeautomation sowie Sicherheits- und IT-Sicherheitstechnik ab.</p> <h3>Neue Standorte für etablierte Marken</h3> <p>Auch im Automotive-Bereich expandiert die Messe Frankfurt mit drei neuen Veranstaltungen. Die international führende Messemarke <strong>Automechanika</strong> wird künftig zusätzlich in Jakarta und Baku ausgerichtet. Darüber hinaus investiert das Unternehmen in ein neues <strong>Festival of Motoring</strong>: Die bei Motorsportfans beliebte Veranstaltung findet seit 2016 jährlich auf dem Kyalami Grand Prix Circuit in Johannesburg statt und wird ab 2026 zusätzlich in Sydney, Australien, angeboten.</p> <p>Im Bereich Entertainment kooperiert die Messe Frankfurt zudem mit VNU Exhibitions Asia Pacific, um mit <strong>Prolight + Sound Bangkok 2026</strong> den südostasiatischen Entertainment-Markt zu erschließen. Auch die Regionen Saudi-Arabien und Indien rücken stärker in den Fokus: Mit einer neuen Tochtergesellschaft treibt die Messe Frankfurt ihre regionale Expansion in Saudi-Arabien voran, während das langfristige Engagement in Indien weiter ausgebaut wird.</p>
<h2>Erfolgreiche Leitmessen als Fundament</h2> <p>Dass die internationale Wachstumsstrategie auf einem soliden Fundament steht, zeigt der Erfolg der Frankfurter Leitmessen. Die <strong>Light + Building 2026</strong>, die vom 8. bis 13. März in Frankfurt stattfand, verzeichnete 1.927 Aussteller aus 49 Ländern. Die Messe verdeutlichte laut Messe Frankfurt das rasante Innovationstempo der Branche – von der Elektrifizierung und digitalen Vernetzung von Gebäuden und urbanen Räumen bis hin zu anspruchsvollen Beleuchtungs- und Designkonzepten für Architektur, Stadtentwicklung und Innenarchitektur. Technologien wie künstliche Intelligenz, bidirektionales Laden, multifunktionale Schnittstellen und vernetzte Beleuchtungslösungen prägten dabei zahlreiche Produktneuheiten und markierten die nächste Entwicklungsstufe für Gebäude, Städte und Lichtdesign.</p>
<h2>Fazit und Ausblick</h2> <p>Die Messe Frankfurt zeigt sich in mehrfacher Hinsicht wachstumsorientiert: Mit der Bewerbung als Betreiberin der Multifunktionsarena am Waldstadion sichert sich das Unternehmen eine zusätzliche Präsenz im lokalen Veranstaltungsmarkt, ohne dabei die etablierte Festhalle zu gefährden. Gleichzeitig treibt die internationale Expansion – von Usbekistan über Saudi-Arabien und Indien bis nach Australien und Südostasien – die globale Positionierung des Messeveranstalters voran. Ob die Bewerbung um die Arena am Waldstadion erfolgreich ist, wird sich mit der für Juli 2026 geplanten Vergabe der Planungsleistungen zeigen. Fest steht bereits jetzt: Die Messe Frankfurt setzt sowohl regional als auch international konsequent auf Wachstum und Diversifizierung ihres Veranstaltungsportfolios.</p>