Messe Berlin feiert: Berliner Funkturm wird 100 Jahre alt
<p>Er trägt den Spitznamen „Langer Lulatsch“, ist Wahrzeichen und Publikumsmagnet zugleich: Der Berliner Funkturm feiert 2026 seinen 100. Geburtstag. Die Messe Berlin, zu deren Gelände der Stahlfachwerkturm gehört, nutzt das Jubiläum für eine groß angelegte Kampagne – inklusive spektakulärer Lichtinszenierung.</p>
<h2>Ein Wahrzeichen mit langer Geschichte</h2> <p>Der Berliner Funkturm wurde am 3. September 1926 zur 3. Großen Deutschen Funk-Ausstellung eröffnet und ist damit, wie Wikipedia festhält, <strong>43 Jahre älter als der Berliner Fernsehturm</strong> am Alexanderplatz. Entworfen wurde der 146,7 Meter hohe Stahlfachwerkturm vom Architekten Heinrich Straumer. Seit 1966 steht das Bauwerk unter Denkmalschutz und gilt seither als eines der prägenden Wahrzeichen der Stadt.</p> <p>Der umgangssprachliche Name „Langer Lulatsch“ war bis in die 1970er Jahre gebräuchlich und wird laut Wikipedia bis heute in Medien und Tourismuswerbung verwendet, auch wenn er unter Berlinerinnen und Berlinern selbst mittlerweile seltener geworden ist. Die Geschichte des Turms war nicht immer ungetrübt: 1935 wurden seine ursprünglichen Sendeanlagen zerstört, dennoch nutzten die Nationalsozialisten den Turm später als Symbol für technischen Fortschritt bei den Funkausstellungen, auf denen unter anderem der Volksempfänger präsentiert wurde.</p>
<h2>„What the Funk“ – die Jubiläumskampagne der Messe Berlin</h2> <p>Zum runden Geburtstag hat sich die Messe Berlin für ihren „ältesten Kollegen“, wie es in der offiziellen Ankündigung heißt, etwas Besonderes einfallen lassen: die Kampagne <strong>„What the Funk“</strong>. Der Name spielt bewusst mit Sprache und Berliner Humor und verbindet den Namen des Funkturms mit einem popkulturellen Twist – selbstironisch und aufmerksamkeitsstark, wie es im Messe-Blog beschrieben wird.</p> <p>Herzstück der Kampagne ist eine Lichtinszenierung, die den Funkturm mit moderner LED-Technik neu erstrahlen lässt. Ab dem <strong>20. März 2026</strong> startet die Messe Berlin damit offiziell das Jubiläumsprogramm. Die Lichtshow soll im gesamten Jubiläumsjahr zu ausgewählten Anlässen gezeigt werden – darunter Messen und Kongresse auf dem Berliner Messegelände sowie weitere Veranstaltungen im Sommer und Herbst.</p>
<h3>Sanierung als Vorbereitung auf das Jubiläum</h3> <p>Im Vorfeld des Jubiläums wurde das Wahrzeichen saniert, weshalb Restaurant und Aussichtsplattform vorübergehend nicht zugänglich waren. Diese Maßnahmen dienten offenbar dazu, den Turm technisch und optisch fit für sein Jubiläumsjahr zu machen – schließlich soll der „alte Stahlriese“, wie ihn die Messe Berlin liebevoll nennt, auch für die kommenden Jahrzehnte als Wahrzeichen der Stadt erhalten bleiben.</p>
<h2>Warum das Jubiläum für die Messebranche relevant ist</h2> <p>Für die Messe Berlin ist der Funkturm weit mehr als ein historisches Bauwerk: Er ist untrennbar mit der Geschichte des Messegeländes und der Funkausstellungen verbunden, die einst technische Innovationen wie den Volksempfänger und erste Fernsehgeräte einer breiten Öffentlichkeit präsentierten. Mit der Kampagne „What the Funk“ knüpft die Messe Berlin bewusst an diese Tradition an – als Ort, an dem Technik, Kultur und Stadtidentität zusammenkommen.</p> <p>Die Fachliteratur zum Turm ist entsprechend umfangreich: Bereits zum 65. und 70. Geburtstag erschienen Publikationen, die die Bedeutung des Bauwerks für Berlin und die Funktechnik dokumentierten. Dass nun zum 100. Jubiläum erneut ein umfangreiches Festprogramm folgt, unterstreicht den Stellenwert, den der Funkturm für die Stadt und die Messe Berlin weiterhin einnimmt.</p>
<h2>Fazit und Ausblick</h2> <p>Mit der Kampagne „What the Funk“ gelingt der Messe Berlin ein gelungener Spagat zwischen Tradition und moderner Inszenierung. Der Berliner Funkturm, einst schlicht „Langer Lulatsch“ genannt, wird im Jubiläumsjahr 2026 zur leuchtenden Bühne für die Botschaften der Hauptstadt. Wer den Turm in den kommenden Monaten besucht oder eine Messe auf dem Berliner Gelände erlebt, dürfte die neue Lichtshow live miterleben können – ein sichtbares Zeichen dafür, wie sehr Geschichte und Gegenwart in Berlin ineinandergreifen.</p>