ISPO 2026: Neustart in Amsterdam statt München
<p>Nach Jahrzehnten am Standort München schlägt die ISPO ein neues Kapitel auf: 2026 zieht die weltweit bedeutendste Fachmesse für Sportartikel, Outdoor und Wintersport erstmals nach Amsterdam. Mit dem Umzug verbindet die Messe nicht nur einen Ortswechsel, sondern auch eine strategische Neuausrichtung unter neuer organisatorischer Führung.</p>
<h2>Neuer Standort, neue Termine</h2> <p>Die ISPO 2026 findet vom 3. bis 5. November auf dem Gelände der RAI Amsterdam statt. Der erste Tag, der 3. November, ist dem sogenannten Leaders Summit vorbehalten, bevor am 4. und 5. November die eigentliche ISPO Expo ihre Tore öffnet. Damit verabschiedet sich die Messe vom traditionsreichen Standort München und wagt den Sprung in die Niederlande – ein Schritt, der die internationale Ausrichtung der Veranstaltung unterstreichen soll.</p> <p>Veranstaltet wird die neue ISPO von der Raccoon Media Group in Partnerschaft mit Messe München. Diese Kooperation bringt die langjährige Messe-Expertise aus München mit frischen organisatorischen Impulsen zusammen. Parallel zur ISPO findet zudem die International Running Expo statt, wodurch Besucher und Aussteller von Synergien zwischen den beiden Fachbereichen Sport und Running profitieren können.</p>
<h2>Eine neue Mission für die Branche</h2> <p>Mit dem Umzug nach Amsterdam verfolgt die ISPO erklärtermaßen eine neue Mission: Die globale Sport- und Outdoor-Industrie soll stärker vereint, bedeutungsvolle Verbindungen zwischen den Marktteilnehmern sollen geschaffen und die Leidenschaft, die diese Community auszeichnet, neu entfacht werden. Die Organisatoren betonen, dass Einblicke, Innovation und Herzblut kombiniert werden sollen, um einen neuen Standard für globale Fachmessen zu setzen.</p> <p>Die ISPO deckt dabei traditionell die gesamte Wertschöpfungskette ab – von Materialien und Produktion über Marken und Produkte bis hin zu Handel und Kundenerlebnis. Dieser ganzheitliche Anspruch bleibt auch am neuen Standort erhalten und soll Ausstellern wie Besuchern weiterhin einen umfassenden Marktüberblick bieten.</p>
<h3>Britische Outdoor-Branche mit eigenem Bereich</h3> <p>Ein konkretes Beispiel für die neue Ausrichtung ist das sogenannte OTS Village, das im Rahmen der ISPO 2026 entsteht. Die Outdoor Industries Association (OIA), die Outdoor Trade Show (OTS), ISPO sowie die Raccoon Media Group haben gemeinsam dieses neue Format entwickelt, um die Stärke der britischen Outdoor-Industrie direkt in das neue Amsterdamer Messeformat einzubringen. Britischen Unternehmen soll damit eine eigene Plattform geboten werden, um sich international mit der Sport- und Outdoor-Branche zu vernetzen.</p> <p>Ziel des neuen Formats ist es laut den Organisatoren, Marken, Händler, Distributoren, Einkäufer, Branchenführer und wichtige Communities aus ganz Europa und darüber hinaus zusammenzubringen – mit dem Anspruch, einen stärker vernetzten und kommerziell wertvolleren Treffpunkt für die gesamte Branche zu schaffen.</p>
<h2>Stimmen aus dem Handel</h2> <p>Auch aus der Handelspraxis gibt es positive Signale zum neuen Standort. Pieter-Bas Stehmann, Direktor von EK Sport, erklärt: "ISPO ist viel mehr als eine Handelsmesse. Sie ist eine wichtige Networking-Plattform, die unsere Händler mit anderen Händlern und Geschäftspartnern aus ganz Europa verbindet, Zusammenarbeit fördert, Inspiration liefert und neue Möglichkeiten schafft." Für EK Retail war die neue, zentralere Lage in Amsterdam demnach ein wichtiger Grund für die Zusammenarbeit, da die Stadt für viele europäische Handelspartner deutlich besser erreichbar ist als der bisherige Standort München.</p>
<h2>Fazit und Ausblick</h2> <p>Der Umzug der ISPO nach Amsterdam markiert einen tiefgreifenden Einschnitt in der langen Geschichte der Messe. Mit der neuen Organisation unter Führung der Raccoon Media Group, der Kooperation mit Messe München und der räumlichen Nähe zur International Running Expo entsteht ein Format, das die internationale Vernetzung der Sport- und Outdoor-Branche in den Mittelpunkt stellt. Initiativen wie das OTS Village zeigen zudem, dass regionale Branchenverbände aktiv in die Neuausrichtung eingebunden werden.</p> <p>Ob der Standortwechsel die erhoffte Dynamik entfaltet, wird sich im November 2026 zeigen, wenn Aussteller und Besucher erstmals auf dem Gelände der RAI Amsterdam zusammenkommen. Für die Branche dürfte vor allem die zentrale europäische Lage Amsterdams ein entscheidender Faktor sein, der neue Besuchergruppen und Geschäftsmöglichkeiten erschließen könnte.</p>