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ISM 2027: Köln bündelt drei Fachmessen unter einer Dachmarke

Nacer BOUSFIHA09. Oktober 20263 Min. Lesezeit
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<p>Die Koelnmesse stellt ihre erfolgreichste Süßwarenmesse neu auf: Ab 2027 wachsen drei bislang eigenständige Fachmessen unter der gemeinsamen Dachmarke ISM zusammen. Für die internationale Süßwaren- und Snackindustrie bedeutet dies eine spürbare strukturelle Neuausrichtung – mit einem klaren Ziel: die gesamte Wertschöpfungskette unter einem Dach abzubilden.</p>

<h2>Drei Messen, eine Dachmarke</h2> <p>Vom 31. Januar bis 3. Februar 2027 öffnet in Köln erstmals die neu strukturierte ISM ihre Tore. Unter der gemeinsamen Dachmarke werden künftig drei spezialisierte Fachmessen vernetzt: <strong>ISM Ingredients</strong> für Rohstoffe und Zutaten, <strong>ISM Manufacturing</strong> für Produktion und Verpackung sowie die bisherige Leitmesse, die künftig unter dem erweiterten Namen <strong>ISM Snacks & Sweets</strong> firmiert. Die Koelnmesse reagiert damit auf die zunehmende Verflechtung von Rohstoffbeschaffung, Produktionstechnik und Endprodukt – ein Trend, der die Süßwarenindustrie seit Jahren prägt.</p> <p>Mit einem gemeinsamen Leitthema sollen die drei Formate inhaltlich enger verzahnt werden, ohne ihre jeweilige fachliche Eigenständigkeit zu verlieren. Für Besucher:innen entsteht so ein durchgängiges Angebot entlang der gesamten Produktionskette – von Kakao und Zucker über Produktionstechnik bis hin zum fertigen Snack im Regal.</p>

<h2>Die ISM als Weltleitmesse der Branche</h2> <p>Die ISM gilt seit Langem als weltweit größte Fachmesse für die Süßwaren- und Snackindustrie. Die Ausgabe 2026 unterstrich diese Position eindrucksvoll: <strong>1.600 Aussteller:innen aus 72 Ländern</strong> präsentierten ihre Produkte, ergänzt um <strong>37 Gemeinschaftsstände aus 27 Nationen</strong> – darunter erstmals Länderpavillons aus der Ukraine und Marokko. Insgesamt zählte die Messe <strong>32.500 Fachbesucher:innen aus 140 Ländern</strong>. Diese Zahlen belegen den internationalen Charakter der Veranstaltung, der auch für 2027 erwartet wird.</p> <p>Thematisch deckt die ISM ein breites Warengruppenspektrum ab: Kakao, Schokolade und Schokoladenerzeugnisse, Zuckerwaren, Bonbons, Fruchtgummi und Lakritz stehen ebenso im Fokus wie Feine und Dauerbackwaren, Knabbererzeugnisse sowie salzige und Trend-Snacks. Auch wachsende Segmente wie Natural Sweets, zuckerfreie und zuckerreduzierte Produkte sowie Eiscreme und tiefgekühlte Süßwaren sind fester Bestandteil des Angebots – ein Hinweis darauf, wie dynamisch sich die Branche in Richtung gesundheitsbewusster Produktinnovationen entwickelt.</p>

<h2>Österreichische Beteiligung im Rahmen von go-international</h2> <p>Auch für österreichische Unternehmen ist die ISM traditionell ein wichtiger Branchentreffpunkt. Bei der Ausgabe 2026 beteiligte sich die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA mit neun österreichischen Firmen an der Messe. Die Teilnahme erfolgt im Rahmen der Internationalisierungsoffensive <strong>go-international</strong>, einer gemeinsamen Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus und der Wirtschaftskammer Österreich. Interessierte Unternehmen, die eine Teilnahme an der ISM 2027 planen, sollten sich frühzeitig informieren: Der Anmeldeschluss für die österreichische Gruppenbeteiligung ist der 10. Juli 2026.</p> <p>Diese strukturierte Unterstützung erleichtert insbesondere kleineren und mittelständischen Betrieben den Zugang zu einer Messe dieser Größenordnung – ein Format, das sonst mit erheblichem organisatorischem und finanziellem Aufwand verbunden wäre.</p>

<h2>Ausblick: Was die Neuausrichtung für die Branche bedeutet</h2> <p>Die Bündelung dreier Fachmessen unter einer Dachmarke ist mehr als eine organisatorische Umstrukturierung. Sie spiegelt die Realität einer Branche wider, in der Rohstofffragen, Produktionstechnologie und Endproduktentwicklung immer enger zusammenhängen. Für Aussteller:innen und Fachbesucher:innen verspricht das neue Format der ISM 2027 einen noch umfassenderen Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette der Süßwaren- und Snackindustrie – kompakt gebündelt an einem Messestandort und innerhalb weniger Tage.</p> <p>Ob sich die bewährten internationalen Beteiligungszahlen aus 2026 auch 2027 fortsetzen lassen, wird sich zeigen. Fest steht jedoch: Mit der neuen Struktur positioniert sich die Koelnmesse klar als zentraler Treffpunkt einer global vernetzten Branche – und setzt damit ein deutliches Signal für die kommenden Jahre.</p>