Internationale Jagd- und Schützentage: Grünau startet
<p>Heute öffnet Schloss Grünau bei Neuburg a.d. Donau seine Tore für die <strong>Internationale Jagd- und Schützentage</strong>. Vom 9. bis 11. Oktober 2026 verwandelt sich das historische Jagdschloss der Wittelsbacher erneut in die größte Outdoormesse für Jäger und Schützen in Deutschland – und lockt damit Fachbesucher und Jagdbegeisterte aus dem In- und Ausland nach Oberbayern.</p><h2>Zwölfte Auflage mit weiterem Wachstum</h2><p>Für die zwölfte Ausgabe präsentiert sich die Messe in gewohnt großem Format: Mehr als <strong>520 renommierte Aussteller</strong> aus dem In- und Ausland zeigen ihre Neuheiten auf inzwischen <strong>11.000 Quadratmetern</strong> wetterfester und beheizter Zelthallen sowie im weitläufigen Freigelände rund um das Schloss. Damit setzt die Veranstaltung ihren Wachstumskurs fort und unterstreicht ihre Position als zentraler Treffpunkt der Branche in Süddeutschland.</p><p>Das Angebot deckt das gesamte Spektrum moderner Jagdausrüstung ab: von Waffen über Optik, Wärmebild- und Nachtsichttechnik bis hin zu Jagdbekleidung und Zubehör. Ergänzt wird das Portfolio durch Fahrzeuge, Reisen, Kunst, Fachverlage sowie traditionelles Handwerk – eine Mischung, die laut Veranstalterangaben genau diese Bandbreite ausmacht, die Grünau von anderen Messen unterscheidet.</p><h2>Mehr als eine Verkaufsmesse</h2><p>Mit zuletzt rund <strong>33.000 Besuchern</strong> ist Grünau heute die größte Outdoormesse für Jäger und Schützen in Deutschland. Doch ihre besondere Stärke liegt nach Einschätzung von Branchenbeobachtern nicht allein in den Besucherzahlen. Es ist die Verbindung aus hochwertigen Ausstellern, familiärer Atmosphäre, historischem Ambiente und authentisch gelebter Jagdkultur, die jedes Jahr Tausende Menschen nach Oberbayern zieht.</p><h3>Das Schloss als Kulisse</h3><p>Die Kulisse des Jagdschlosses verleiht der Veranstaltung einen Charakter, den reine Hallenmessen kaum bieten können. Zwischen historischen Mauern und dem weitläufigen Park entsteht eine Atmosphäre, die Tradition und moderne Jagdpraxis miteinander verbindet – ein Aspekt, der von vielen Ausstellern und Besuchern als Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Jagdmessen hervorgehoben wird.</p><h2>Jagdmessen im Vergleich: Dortmund und Grünau</h2><p>Während Schloss Grünau sich als größte Outdoormesse für Jäger und Schützen in Deutschland positioniert, gilt die Messe "Jagd & Hund" in Dortmund nach Veranstalterangaben als Europas größte Jagdmesse insgesamt und als einer der bedeutendsten Treffpunkte der internationalen Jagdbranche. Dort erwarten die Organisatoren auf rund 27.000 Quadratmetern Zehntausende Besucher, täglich tummeln sich bis zu 1.300 Hunde aus 59 Rassen auf dem Gelände. Beide Veranstaltungen bedienen damit unterschiedliche Facetten derselben wachsenden Zielgruppe: Aktuellen Angaben des Deutschen Jagdverbandes zufolge besitzen mit knapp <strong>468.000 Jägerinnen und Jägern</strong> so viele Menschen in Deutschland einen Jagdschein wie noch nie.</p><h3>Programm und Begleitangebote</h3><p>Neben dem umfangreichen Ausstellungsangebot setzt Grünau traditionell auf ein begleitendes Vortrags- und Erlebnisprogramm rund um Jagdpraxis und Wildbretverarbeitung. Auch Fachmedien sind vor Ort: Die Jagdzeitschrift PIRSCH ist mit einem eigenen Stand in Halle 3 vertreten, inklusive einer mobilen Aufbrechstation sowie Ansprechpartnern aus der Redaktion.</p><h2>Kritische Stimmen zur Branche</h2><p>Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass Jagdmessen in Deutschland regelmäßig auch in der öffentlichen Diskussion stehen. Bei vergleichbaren Veranstaltungen wie in Dortmund richtet sich die Kritik von Tierschutzverbänden vor allem gegen die Bewerbung umstrittener Trophäenjagden auf afrikanische Großwildarten. Vertreter betroffener Länder argumentieren dagegen mit regulierten, nachhaltigen Wildtiermanagement-Konzepten und wirtschaftlichen Effekten für die lokale Bevölkerung – eine Debatte, die die Branche insgesamt begleitet und auch auf Messen wie Grünau immer wieder thematisiert wird.</p><h2>Fazit und Ausblick</h2><p>Mit der zwölften Auflage bestätigt sich Schloss Grünau als feste Größe im Terminkalender der deutschen Jagd- und Outdoorbranche. Das Wachstum bei Ausstellerzahlen und Hallenfläche zeigt, dass die Nachfrage nach einer Messe mit besonderem Ambiente ungebrochen ist. Angesichts der weiterhin steigenden Zahl an Jagdscheininhabern in Deutschland dürfte sich dieser Trend auch über das Wochenende in Neuburg a.d. Donau hinaus fortsetzen – und Grünau bleibt damit ein Pflichttermin für alle, die Jagdkultur, Ausrüstung und Fachaustausch in einem besonderen Rahmen erleben möchten.</p>