INTERFORST 2026: Forstwirtschafts-Leitmesse wächst international
<p><strong>Der Wald ist in aller Munde – und die Forstbranche trifft sich 2026 erneut in München.</strong> Vom 15. bis 18. Oktober öffnet die INTERFORST ihre Tore auf dem Gelände der Messe München und versammelt unter dem Motto „Gemeinsam Wald gestalten, Vielfalt nutzen, Zukunft sichern“ zentrale Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Die internationale Leitmesse für Forstwirtschaft und Forsttechnik reagiert damit auf die drängenden Fragen einer Branche im Umbruch.</p>
<h2>Vier Leitthemen prägen das Messeprogramm</h2> <p>Erstmals findet die INTERFORST im Oktober statt – mit dem neuen Herbsttermin will die Messe München internationalen Fachbesuchern die Teilnahme erleichtern. Inhaltlich stehen vier Leitthemen im Mittelpunkt: Gesunder Zukunftswald, Fokus Mensch, Forsttechnik auf neuen Wegen sowie Digitalisierung Forst & Holz. „Die INTERFORST bietet als Leitmesse für den mitteleuropäischen Raum einen umfassenden Marktüberblick und präsentiert Neuheiten sowie Trends rund um den gesunden Zukunftswald – von der Waldbegründung und -bewirtschaftung bis hin zur Holzverarbeitung“, fasst Projektleiterin Petra Westphal zusammen.</p> <p>Zahlreiche Aussteller aus dem In- und Ausland zeigen dabei zukunftsweisende Innovationen: digitale Anwendungen, Drohnentechnologie, LiDAR-gestützte Datenerfassung, intelligente Sensorik, KI-basierte Analysen sowie robotische und autonome Lösungen. Das Leitthema „Gesunder Zukunftswald“ reicht dabei von Aufforstung und Waldumbau bis zu Biodiversität, Holznutzung und Kreislaufwirtschaft. In der Sonderschau „Gemeinsam Wald gestalten“ in Halle B6 greifen das Bayerische Staatsministerium und die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft diese Fragen auf.</p>
<h3>Der Mensch als Erfolgsfaktor</h3> <p>Neben Maschinen und Digitalisierung rückt die INTERFORST den Menschen in den Fokus: Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Ausbildung und neue Berufsbilder gehören ebenso zum Programm wie die Frage, wie die Branche dem Fachkräftemangel begegnen kann. Im Freigelände zeigt die parallele Schau „Nachhaltige Forstwirtschaft – der Mensch im Zentrum“ diese Themen praxisnah. Norbert Harrer, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Forstunternehmerverbands, betont: „Ein gesunder Zukunftswald setzt einen verantwortungsvollen, nachhaltigen und langfristig ausgerichteten Umgang mit der Ressource Wald voraus. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor bleibt dabei der Mensch.“</p>
<h2>Deutliches Wachstum bei internationalen Ausstellern</h2> <p>Die Zahlen sprechen für sich: Der Anteil internationaler Aussteller liegt bei 41 Prozent – eine Steigerung von sieben Prozent im Vergleich zur Vorveranstaltung 2022. Gleichzeitig wächst die Gesamtzahl der Aussteller um 14 Prozent. Neben den Kernländern Deutschland und Österreich haben bereits Unternehmen aus Großbritannien, Finnland, Frankreich, Italien, der Schweiz, Slowenien, Tschechien sowie aus Brasilien und Kanada ihre Teilnahme bestätigt. Aus Österreich zeigen unter anderem Epsilon Kran, Eschlböck Maschinenfabrik, Penz Crane, Konrad Forsttechnik und Ressenig Fahrzeugbau ihre Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Forstwirtschaft.</p> <p>Ralf Dreeke, Geschäftsführer von Wahlers Forsttechnik und Vorsitzender des INTERFORST Fachbeirats, bezeichnet die Messe als Pflichttermin: „Keine andere Messe bietet einen vergleichbaren Überblick über die aktuellen Entwicklungen in der Forstwirtschaft in so kompakter Weise und bringt Anwender, Hersteller und Entscheider so gezielt zusammen.“ Auch Bernhard Breitsameter, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerbandes, hebt den praxisnahen Charakter hervor: „Die INTERFORST spricht Waldbesitzer in besonderer Weise an, weil sie Inhalte nicht nur theoretisch vermittelt, sondern in zahlreichen Live-Demonstrationen und praxisnahen Beispielen erlebbar macht.“</p>
<h3>Neue Formate für Start-ups und Wissensaustausch</h3> <p>Neu im Jahr 2026 sind eigene Start-up Areas in Halle B6, in denen junge Unternehmen digitale Anwendungen, Technologien und neue Geschäftsmodelle für die Forstwirtschaft präsentieren. Ergänzt wird die Ausstellung durch den INTERFORST Kongress am 15. und 16. Oktober sowie die INTERFORST Foren vom 16. bis 18. Oktober. Im Vortragsprogramm widmet sich unter anderem Ludwig Graf Douglas von TimberTom am Freitag, 16. Oktober, dem Thema „Künstliche Intelligenz in der Forstwirtschaft“. Auch das „Grüne Sofa“, seit Jahren ein Markenzeichen der INTERFORST, kehrt als Gesprächsformat zurück und greift aktuelle Fragestellungen der Branche auf.</p> <p>Die Sonderschauen und Vorführflächen machen das Leitmotto erlebbar: Besucherinnen und Besucher können sich an den vier Messetagen nicht nur über Produkte und Lösungen informieren, sondern auch Live-Demonstrationen verfolgen – ein Format, das laut Branchenvertretern besonders bei Waldbesitzern auf große Resonanz stößt.</p>
<h2>Fazit und Ausblick</h2> <p>Mit ihrem neuen Herbsttermin, dem deutlichen Zuwachs internationaler Aussteller und frischen Formaten wie den Start-up Areas positioniert sich die INTERFORST 2026 als zentrale Plattform für eine Branche im Wandel. Wirtschaftliche Herausforderungen, Klimawandel, digitaler Wandel und Fachkräftemangel verlangen nach Antworten – und genau diese sollen in München zwischen dem 15. und 18. Oktober diskutiert, gezeigt und erlebt werden. Die Messe öffnet täglich von 9 bis 17 Uhr ihre Tore; der Ticket-Shop steht ab April 2026 zur Verfügung. Wer die Zukunft der Forstwirtschaft mitgestalten will, kommt an diesem Termin kaum vorbei.</p>