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InnoTrans 2026: 113 Fahrzeuge aus 17 Ländern in Berlin

Nacer BOUSFIHA15. September 20262 Min. Lesezeit
InnoTransInnoTrans 2026BahnindustrieSchienenverkehrMesse Berlin

<p>Vom Hochgeschwindigkeitszug bis zum autonomen Schienentaxi: Die <strong>InnoTrans 2026</strong> verwandelt das Berliner Messegelände vom 22. bis 25. September erneut in einen internationalen Showroom auf Schienen. Insgesamt 113 Fahrzeuge aus 17 Ländern werden auf dem Frei- und Gleisgelände zu sehen sein – ein eindrucksvoller Querschnitt durch die aktuelle Entwicklung der globalen Bahnindustrie.</p>

<h2>Frei- und Gleisgelände als Publikumsmagnet</h2> <p>Das 20.000 Quadratmeter große Areal mit 3,5 Kilometern Gleislänge zählt traditionell zu den größten Attraktionen der Messe. Für die Ausgabe 2026 haben sich 130 Aussteller angemeldet, darunter 30 Unternehmen, die erstmals im Freigelände vertreten sind. „Nirgendwo sonst lässt sich die Vielfalt der internationalen Bahnindustrie so unmittelbar erleben“, sagt InnoTrans-Direktorin Kerstin Schulz.</p>

<h2>Alternative Antriebe im Fokus</h2> <p>Ein zentrales Thema der Fahrzeugpräsentationen sind alternative Antriebstechnologien. Der Schweizer Hersteller <strong>Stadler Rail</strong> bringt sieben Fahrzeuge für Deutschland, Österreich, Italien, Norwegen und die Schweiz mit – darunter ein wasserstoffbetriebener Schmalspurzug sowie ein batteriebetriebener Regionalzug. Auch <strong>Siemens Mobility</strong> und <strong>CAF</strong> zeigen Fahrzeuge mit alternativen Antriebskonzepten, während der chinesische Hersteller <strong>CRRC</strong> eine Wasserstoff-Brennstoffzellen-Hybridlokomotive präsentiert.</p> <p>Der slowakische Waggonhersteller <strong>Tatravagónka</strong> stellt mit acht Fahrzeugen die größte Einzelflotte der Ausstellung. <strong>Alstom</strong> zeigt zwei Traxx-Lokomotiven mit innovativer bordseitiger Signaltechnik. Für Hochgeschwindigkeitsverkehr sorgen der <strong>ETR1000 Frecciarossa</strong> von Hitachi sowie der <strong>EMU 320</strong> von Hyundai Rotem, der eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 300 km/h erreicht.</p>

<h3>Autonome Lösungen und neue Mobilitätskonzepte</h3> <p>Neben klassischen Zugkonzepten rückt die Branche zunehmend autonome und ferngesteuerte Systeme in den Vordergrund. Konkret angekündigt sind unter anderem:</p> <ul> <li><strong>Railevo</strong> präsentiert ein autonomes Schienentaxi</li> <li><strong>FS Group</strong> zeigt ein unbemanntes Fahrzeug</li> <li>Die <strong>TH Ostwestfalen-Lippe</strong> stellt mit dem Monocab ein autonomes Einschienenfahrzeug für den ländlichen Raum vor</li> <li>Der belgische Aussteller <strong>Otiv</strong> plant im Rahmen einer Demonstration die Fernsteuerung eines Zuges in den Niederlanden</li> </ul> <p>Diese Beispiele zeigen, dass sich die Branche nicht nur mit Antriebswechsel, sondern auch mit grundlegend neuen Betriebsmodellen auseinandersetzt – von automatisierten Nahverkehrslösungen bis zu digital gesteuerten Fernbedienkonzepten.</p>

<h2>Nachtzugkonzepte und internationale Bandbreite</h2> <p>Ergänzt wird das Programm durch innovative Nachtzugkonzepte, die das wachsende Interesse an komfortablem Fernreiseverkehr auf der Schiene widerspiegeln. Mit Fahrzeugen aus Ländern wie Südkorea und China unterstreicht die InnoTrans 2026 zudem ihren Anspruch als globale Leitmesse: Hersteller aus 17 Nationen treffen in Berlin aufeinander und machen technologische Trends direkt vergleichbar – vom Hochgeschwindigkeitszug über Güterverkehrslösungen bis zu urbanen Mobilitätskonzepten.</p>

<h2>Fazit und Ausblick</h2> <p>Mit 113 Fahrzeugen aus 17 Ländern und 130 Ausstellern auf dem Frei- und Gleisgelände setzt die InnoTrans 2026 erneut Maßstäbe als internationale Plattform der Bahnindustrie. Die Schwerpunkte auf alternativen Antrieben, autonomen Systemen und neuen Reisekonzepten zeigen, wie dynamisch sich der Schienenverkehr weltweit weiterentwickelt. Fachbesucherinnen und -besucher dürfen sich vom 22. bis 25. September 2026 in Berlin auf einen umfassenden Blick in die Zukunft der Mobilität auf Schienen freuen.</p>