Messe-News

GalaBau 2026: NürnbergMesse-Shuttles fahren mit Biodiesel

Nacer BOUSFIHA25. September 20263 Min. Lesezeit
NürnbergMesseGalaBau 2026NachhaltigkeitBiodieselHVO100

<p>Wer zur GalaBau 2026 nach Nürnberg reist, begegnet einer kleinen, aber symbolisch bedeutsamen Neuerung: Die Shuttlebusse auf dem Messegelände fahren erstmals mit dem alternativen Kraftstoff HVO100. Damit setzt die NürnbergMesse ein sichtbares Zeichen für nachhaltigere Besucherlogistik – und das ausgerechnet auf einer Fachmesse, die selbst stark von den Themen Landschaftsbau und Umweltgestaltung geprägt ist.</p><h2>Vier Busse, ein neuer Kraftstoff</h2><p>Konkret handelt es sich um vier Shuttlebusse, die während der GalaBau 2026 vom 15. bis 18. September mit HVO100 – umgangssprachlich auch „Biodiesel“ genannt – betrieben werden. HVO steht für „Hydrotreated Vegetable Oil“, also hydriertes Pflanzenöl. Der Kraftstoff wird aus Rest- und Abfallstoffen wie gebrauchtem Speiseöl hergestellt und lässt sich in vielen herkömmlichen Dieselfahrzeugen einsetzen, ohne dass technische Umrüstungen notwendig sind. Genau dieser Punkt macht HVO100 für Betreiber von Fuhrparks besonders attraktiv: Bestehende Fahrzeuge und Infrastruktur können weiter genutzt werden, während gleichzeitig CO₂- und Feinstaubemissionen sinken.</p><h2>Erster Eindruck vom Messegelände</h2><p>Die Shuttlebusse übernehmen auf dem Nürnberger Messegelände eine wichtige Funktion: Sie verbinden zentrale Anlaufpunkte wie die U-Bahn-Station „Messe“ und den Eingang Mitte mit dem NCC Ost auf der gegenüberliegenden Seite des weitläufigen Areals. Für viele Besucherinnen und Besucher sind diese Busse damit der erste konkrete Kontaktpunkt mit dem Messegelände überhaupt. „Für viele Besucher unserer Messen sind die Shuttlebusse der erste Kontaktpunkt mit dem Messegelände. Deshalb ist es uns wichtig, mit HVO100 auch in diesem Bereich den Verbrauch fossiler Kraftstoffe zu reduzieren“, erklärt Dirk Blum, Senior Vice President Finance & Facility der NürnbergMesse Group.</p><h3>Warum HVO100 gerade für Messebetriebe passt</h3><p>Messegelände wie das der NürnbergMesse zeichnen sich durch überschaubare, wiederkehrende Strecken aus – ideale Bedingungen für den Einsatz alternativer Kraftstoffe im Testbetrieb. Kurze, klar definierte Routen erlauben eine gute Kontrolle über Verbrauch und Emissionen, bevor eine mögliche Ausweitung auf weitere Fahrzeuge im Fuhrpark geprüft wird. Die NürnbergMesse selbst betont, dass der Umstieg auf HVO100 schrittweise erfolgen soll – ein Hinweis darauf, dass die vier Busse zur GalaBau 2026 als erster Baustein einer längerfristigen Strategie zu verstehen sind, nicht als isolierte Einzelmaßnahme.</p><h2>Ein kleiner Schritt mit größerer Bedeutung</h2><p>Auf den ersten Blick mag der Einsatz von vier Shuttlebussen wie eine überschaubare Maßnahme wirken. Doch im Kontext der gesamten Messewirtschaft steht die Initiative exemplarisch für einen Trend, der Messeveranstalter branchenübergreifend beschäftigt: die Frage, wie sich der Betrieb weitläufiger Ausstellungsflächen – inklusive Besucherverkehr, Logistik und Infrastruktur – klimafreundlicher gestalten lässt, ohne dass bestehende Abläufe grundlegend umgebaut werden müssen. HVO100 bietet hier einen pragmatischen Zwischenschritt: Es reduziert Emissionen deutlich gegenüber fossilem Diesel, erfordert aber keine neue Fahrzeugflotte und keine zusätzliche Tankinfrastruktur.</p><p>Für die GalaBau als internationale Leitmesse für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau passt diese Entwicklung inhaltlich besonders gut: Aussteller und Fachbesucher der Branche setzen sich beruflich intensiv mit Themen wie Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft und nachhaltiger Flächengestaltung auseinander. Dass der Veranstalter selbst mit einem konkreten, nachvollziehbaren Beispiel vorangeht, dürfte bei diesem Publikum auf besonderes Interesse stoßen.</p><h2>Ausblick</h2><p>Ob sich der Einsatz von HVO100 auf dem Nürnberger Messegelände langfristig auf weitere Fahrzeuge und Messen ausweitet, bleibt abzuwarten. Die NürnbergMesse selbst spricht von einem schrittweisen Umstieg – ein Signal, dass die vier Busse zur GalaBau 2026 als Pilotprojekt zu verstehen sind. Für die Messewirtschaft insgesamt zeigt das Beispiel, dass Nachhaltigkeit nicht immer große Investitionen oder komplette Flottenwechsel erfordert. Manchmal beginnt der Wandel im Kleinen – direkt am Eingangstor zur Veranstaltung.</p>